Was ist fairer Handel?
Der Faire Handel ist ein Handelssystem, das auf Partnerschaft, Dialog und Transparenz beruht und darauf abzielt, die Gerechtigkeit im internationalen Handel zu fördern. Der Faire Handel setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für Arbeiter in Entwicklungsländern ein und fördert den Umweltschutz. In Deutschland gibt es viele Organisationen, die sich für den Fairen Handel einsetzen. Eine der bekanntesten ist Fairtrade Deutschland³.
Laut dem Forum Fairer Handel haben Verbraucher*innen in Deutschland im Jahr 2024 rund 2,6 Milliarden Euro für fair gehandelte Produkte ausgegeben, damit ist der Umsatz mit fair gehandelten Produkten um ca. 11 % gestiegen, was eine „pro Kopfausgabe von rund 31 Euro“ ausmacht.. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt den Fairen Handel in Deutschland und informiert die Bürgerinnen und Bürger über seine Funktionsweise, seine Produkte und seine Bedeutung im Kampf gegen die weltweite Armut².
Der Faire Handel ist ein kontrollierter Handel, bei dem die Erzeuger für ihre Produkte einen Mindestpreis erhalten, der von einer Fair-Trade-Organisation bestimmt wird. Damit soll den Produzenten auch bei niedrigeren Marktpreisen ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. Der gemeinnützige Verein „TransFair“ wurde 1992 gegründet und will durch Fairen Handel die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika verbessern². In den 70er Jahren wuchs die Anzahl an Gruppen, die auf Märkten oder Basaren fair gehandelte Produkte anboten. Das erste verkaufte Produkt aus Fairem Handel war der Indio-Kaffee, dessen Erlöse einer indigenen Bevölkerung in Guatemala zugute kamen. Im gleichen Jahr, 1973, entstand der erste „Dritte-Welt-Laden“ in Deutschland³.